11.03.2026 | Johanna Elberskirchen

Johanna Elberskirchen – lesbische Autorin und Aktivistin für Frauen-, Homosexuellen- und Arbeiterinnenrechte

Das Projekt Frauenorte NRW hat zum Ziel, bedeutende weibliche Persönlichkeiten aus der Landesgeschichte sichtbarer zu machen und ihre Errungenschaften ins kollektive Bewusstsein zu rücken. Die Vielfalt ihrer Lebensläufe und Leistungen kann gerade jungen Menschen als Vorbild dienen und ihnen für ihren eigenen Werdegang Impulse geben. Durch die Einrichtung eines FrauenOrtes entsteht zudem ein Raum, den die heutige Gesellschaft über die Würdigung der Frauen hinaus mitgestalten kann.

Jeden Monat werden wir eine Frau vorstellen, die maßgeblich die Geschichte Nordrhein-Westfalens, seine geistige und gesitliche, wirtschaftliche und wissenschaftliche, künstlerische und kulturelle Entwicklung geprägt hat.

Die Frauen Orte NRW erinnern im öffentlichen Raum an genau diese Frauen. FrauenOrte NRW ist ein Projekt des FrauenRat NRW e.V.. Ziel des Vereins ist die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Johanna Elberskirchen

„Sind wir Frauen der Emanzipation homosexual – nun dann lasse man uns doch!“

Johanna Elberskirchen setzte sich für Frauen-, Homosexuelle- und Arbeiterinnenrechte ein. Mit scharfem Verstand analysierte sie kritisch gesellschaftliche und politische Machtverhältnisse. Unerschrocken prangerte sie frauenfeindliche Missstände an. Den Sozialdemokraten war sie zu feministisch und den Feministinnen zu sozialistisch. Als offen lesbische Frau traf sie überall auf Widerstand.

Johanna Elberskirchen wurde in der Bonner Sternstraße 37 geboren. Da Frauen in Deutschland keinen Zugang zu Universitäten hatten, studierte sie in Bern Medizin, später Jura in Zürich. Kurz vor der Jahrhundertwende schrieb sie unter einem Pseudonym zum Thema „Männergewalt gegen Frauen“.

1900 kehrte sie mit ihrer Lebensgefährtin Anna Eysoldt nach Bonn zurück und engagierte sich dort für das Frauenstimmrecht. 1904 erschien ihr für die lesbische Emanzipation wegweisendes Buch „Die Liebe des dritten Geschlechts“.

Nach dem Tod ihrer Freundin zog sie 1914 nach Berlin, wi sie im Wissenschaftlich-humanitären Komitee mitarbeitete. Sie war als Naturärztin und in der Säuglingsfürsorge tätig. Sie engagierte sich in der SPD und der Weltliga für Sexualreform, wo sie europaweit Vorträge hielt. 

 

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